Dialogforum Islam: Dialog auch mit nicht-vertretenen MuslimInnen führen

"Wir Grüne begrüßen, dass der Staatssekretär für Integration den Dialog mit österreichischen MuslimInnen sucht. Dabei darf er aber nicht vergessen, dass bei der letzten Wahl für die islamische Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ) von den rund 500.000 österreichischen MuslimInnen nur 30.000 daran teilgenommen haben. Das sind weniger als 10 Prozent. Eine große Zahl von MuslimInnen ist daher nicht durch die IGGiÖ vertreten, wie zum Beispiel die Gruppe der österreichischen AlevitInnen. Der institutionalisierte Dialog muss also mit sehr vielen unterschiedlichen AkteurInnen, Vereinen und Organisationen geführt werden, wenn man die Vielfalt muslimischen Lebens in Österreich wirklich ernst nimmt", fordert unsere Menschenrechtssprecherin Alev Korun anlässlich des heute angekündigten Starts des Dialogforums Isla


Junge MuslimInnen brauchen AnsprechpartnerInnen


"Ich unterstütze die Bemühungen für die Ausbildung der Imame in

Österreich. Vor allem die junge Generation der hier geborenen und

aufgewachsenen MuslimInnen braucht AnsprechpartnerInnen, die

aus ihren Reihen kommen und die ihre Lebenssituation kennen.

Sie sind sowohl innerhalb der muslimischen Community als auch in

der österreichischen Gesellschaft zu Hause", betont Korun. "So sehr

ich die sieben geplanten Arbeitsgruppen gutheiße, sollte die Politik

keine Scheu haben, Gleichbehandlung und Antidiskriminierung auch

beim Namen zu nennen und einzufordern. Die verschämte Formulierung

des Dialogforums 'gesellschaftliche und soziale Herausforderungen mit

denen MuslimInnen konfrontiert sind', verschweigt das gesellschaftliche

Problem der Diskriminierung", kritisiert Korun.


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17/08/2017